Brief gegen das Vergessen für Nguyễn Thúy Hạnh

Die Menschenrechtsverteidigerin Nguyễn Thúy Hạnh wurde am 7. April 2021 festgenommen und wegen „Opposition gegen den Staat der Sozialistischen Republik Vietnam“ angeklagt. Im Falle einer Verurteilung drohen ihr bis zu 20 Jahre Haft.

Die gewaltlose politische Gefangene hatte einen Fonds für Spenden eingerichtet, um Angehörigen von zu Unrecht inhaftierten Personen Besuche in den teilweise weit entfernten Haftanstalten zu ermöglichen. Diese Gefangenen verbüßen oft langjährige Freiheitsstrafen unter sehr schlechten Haftbedingungen. Vor ihrer Festnahme hatte Nguyen Thuy Hanh die Öffentlichkeit darüber informiert, dass sie ihre humanitäre Arbeit aufgrund von gesundheitlichen Problemen zunächst nicht fortsetzen könne. Weiterlesen

Vietnam: Das Streben nach einem zivilen Raum (Pursuit of Civil Space)

AMNESTY INTERNATIONAL: VORLAGE ZUR 46. SITZUNG DER UPR ARBEITSGRUPPE, 29. APRIL – 10. MAI 2024 [1]

Diese Vorlage wurde für die für den 30. April 2024 angesetzte allgemeine regelmäßige Überprüfung (UPR) Vietnams erstellt. Amnesty International bewertet darin die Umsetzung der Empfehlungen, die Vietnam bei der letzten UPR gegeben wurden, unter anderem in Bezug auf das Recht auf freie Meinungsäußerung und Menschenrechtsverteidiger, faire Gerichtsverfahren und die Todesstrafe. Außerdem bewertet sie den nationalen Menschenrechtsrahmen im Hinblick auf die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungsfreiheit und Versammlungsfreiheit. Weiterlesen

Predator-Spionagesoftware bedroht auch vietnamesische Journalist*innen

Recherchen von Amnesty International und dem Mediennetzwerk European Investigative Collaborations (EIC) zeigen, dass Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, Journalist*innen, Politiker*innen und Akademiker*innen in der Europäischen Union, den USA und Asien mit einer Spionagesoftware namens Predator angegriffen wurden. Weiterlesen

Vietnam: Drohende Hinrichtung – Urgent Action

Am 4. August wurde die Familie von Nguyn Văn Chưởng aufgefordert, innerhalb von drei Tagen beim Volksgericht in Hải Phòng zu erscheinen, um nach seiner Hinrichtung die Übergabe des Leichnams zu regeln. Nguyn Văn Chưởng befindet sich seit 2008 wegen mutmaßlichen Mordes im Todestrakt. Er war in einem unfairen Verfahren auf der Grundlage eines „Geständnisses“ zum Tode verurteilt worden, das seinen Angaben zufolge von der Polizei unter Folter erzwungen worden war. Zwei Personen, die bezeugt hatten, dass er zur Tatzeit 40 Kilometer entfernt war, berichteten, dass sie von Polizeikräften misshandelt und genötigt worden seien, ihre Aussage zurückzuziehen. Der Familie von Nguyn Văn Chưởng wurde bisher kein Hinrichtungstermin mitgeteilt.

Bitte versuchen Sie, die Hinrichtung von Nguyn Văn Chưởng  durch einen Appell an den vietnamesischen Staatspräsidenten zu verhindern. Briefvorlagen in deutscher und englischer Sprache und die Möglichkeit, sich sofort online zu engagieren, gibt es hier.

Weiterlesen